Seriöse Kreditmöglichkeiten bei Arbeitslosigkeit im Überblick


Ein überraschender Verlust des Arbeitsplatzes führt auch bei gut geplanten Finanzen früher oder später zu Geldknappheit. Kosten lassen sich nicht so schnell abbauen, wie es die wegbrechenden Einnahmen erfordern würden. Sparguthaben sind irgendwann aufgezehrt. Und möglicherweise gibt es bereits bestehende Kreditverpflichtungen, die bedient werden müssen. Frisches Geld ist nicht einfach zu beschaffen.

Ein Kredit-Check auf den bekannten Vergleichsportalen wird meist mit einer Ablehnung enden. Die Portale sind nämlich keine Einrichtung des Verbraucherschutzes. Es handelt sich vielmehr um Vermittler, die für wünschenswertes Geschäft von den Kreditgebern Provision erhalten. Arbeitslose gehören nicht zu deren Zielgruppe. In dieser Notlage lauern unseriöse Teilnehmer am lukrativen Kreditmarkt, die an den Schwierigkeiten anderer verdienen wollen.

Der erste Weg führt zur Hausbank

Reden Sie auf jeden Fall mit Ihrer Hausbank. Ihre Arbeitslosigkeit wird dort nicht unbemerkt bleiben, weil sich der Zahlungseingang auf dem Girokonto verändert. Klären Sie, inwieweit Ihnen der Dispositionskredit weiterhin zur Verfügung steht, und ob die veränderte Situation Einfluss auf den Verfügungsrahmen Ihrer Kreditkarte hat. Beides ist wichtig, weil es hilft, den eiligsten Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Vor allem Belastungen des Girokontos sollten weiterhin funktionieren. Denn ansonsten drohen teure Rücklastschriften, Mahnkosten, ein gesperrtes Mobiltelefon oder – weit schlimmer – Probleme mit dem Vermieter und Leistungsfreiheit bei wichtigen Versicherungen.

Da ein ständig ausgeschöpfter Dispo-Rahmen keine Lösung und auf die Dauer auch viel zu teuer ist, wird Ihnen Ihre Bank vermutlich die Umschuldung auf einen Ratenkredit anbieten. Das ist eine sinnvolle Lösung. Denn durch eine ausreichend lange Laufzeit können Sie die Raten dem reduzierten Einkommen anpassen. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kredit-Sachbearbeiter, ob Sie weitere finanzielle Verpflichtungen in die Umschuldung einbeziehen sollten. Das bietet sich zum Beispiel an bei monatlichen Belastungen aus früheren Ratenkäufen, die Sie in der neuen Situation überfordern.

Spezialisierte Kreditvermittler beauftragen

Nur wenn Ihnen Ihre Bank den Geldhahn zudreht oder Ihnen die angebotenen Konditionen unüblich teuer erscheinen, sollten Sie sich an einen Kreditvermittler wenden. Die Vermittlungsprovision müssen Sie in diesem Fall aber selbst bezahlen, weil das Geschäft für die Bank eher unattraktiv ist. Wichtig ist, die Spreu vom Weizen zu trennen und nicht auf schwarze Schafe hereinzufallen. Was zu schön ist, um wahr zu sein, wird sich mit großer Sicherheit als Schwindel entpuppen, warnen der Online-Ratgeber www.kreditnetz.com.

Dazu gehören der Schweizer Kredit für Arbeitslose ebenso wie Gold- oder Platin-Kreditkarten, mit denen Sie gegen hohe Gebühren wertloses Plastik kaufen. Akzeptieren Sie keinerlei Vorkosten, auch nicht in versteckter Form wie Telefon-Hotlines, kostenpflichtige Downloads, Antragsgebühren und Schuldnerberatung durch Vertreter. Ein seriöser Vermittler verlangt auch keine Geschäftsgebühren für seine angeblichen Bemühungen, wenn dabei nichts herauskommt.

Privatkredit unter Fremden

Haben Sie wohlhabende Verwandte oder Freunde, besteht vielleicht die Möglichkeit, sich privat Geld zu leihen. Dazu müssen Sie Ihre Situation aber offenlegen, und wenn Sie später Ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können, sind Beeinträchtigung oder Verlust einer persönlichen Beziehung vorprogrammiert. Sie ersparen sich diese Peinlichkeit, wenn Sie die Internet-Angebote für Privatkredite unter Fremden nutzen.

Vermittlungsplattformen schaffen Kontakte zwischen Kreditsuchenden, die bei den Banken kaum Chancen haben, und Investoren, die eine dem hohen Risiko entsprechende Rendite erzielen möchten. Billig sind solche Peer-to-Peer-Kredite also nicht, und auch diese Vermittler verlangen Gebühren. Dafür erfolgt die Vergabe häufig nicht nur auf Basis der vorgeschalteten Bonitätsprüfung, sondern je nach Risikobereitschaft des Geldgebers großzügig aus dem Bauch heraus.

Bei besonderem Bedarf: Darlehen von der Arbeitsagentur

Wer Arbeitslosengeld II bezieht und einen „unabweisbaren“ Bedarf nachweisen kann, kann nach § 24 Abs. 1 SGB II ein Darlehen von der Arbeitsagentur erhalten. Ein unabweisbarer Bedarf beschreibt eine Situation, die den Lebensunterhalt gefährdet. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn der Kühlschrank defekt ist und kein neues Gerät finanziert werden kann. Ein solches Darlehen muss anschließend mit – in der Regel 10% des monatlichen Regelbedarfs – vollständig zurückbezahlt werden.

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