Vom persönlichen Coaching zum internetbasierten Coaching

In Zeiten der Digitalisierung, in denen fast für jeden das Breitband Internet zur Verfügung steht, entstehen neue Berufsbilder. Doch auch bereits bestehende Berufe finden neue Formen ihrer Ausübung. Ein solches Berufsbild, das zu dem letztgenannten Aspekt zu zählen ist, ist das des Coachings. Coach und Coachee können sich in Zeiten des ausgebauten Internets auf vollständig neuartige und raumunabhängige Weise begegnen.

Internetbasiertes Coaching  funktioniert

Grundsätzlich wird in gängigen Coaching-Ausbildungen zumeist gelehrt, dass sich Coach und Klient bei Sitzungen persönlich gegenübersitzen. Sie machen Übungen, sprechen und der Coach vermittelt vor allem Hilfe zur Selbsthilfe. So ist – mit bestehenden Ausnahmen – die Regel im heutigen Coaching. Essenziell bei dieser Form des Coachings ist, dass sich beide Partner persönlich begegnen und treffen. Dieser Umstand ist beim Online-Coaching jedoch nicht mehr notwendig. Heute fungiert das Internet als virtuelles Verbindungselement zwischen Berater und Beratendem.

Coaching via E-Mail, Telefonkonferenz, Apps und Chat

Das internetbasierte Coaching ist nicht gänzlich neu. Es entstehen jedoch ständig neue Formen und Möglichkeiten, die Beratung via Internet durchzuführen. Und diese neuartigen Formen des Coachings etablieren sich stetig. Es ist anzumerken, dass durch das internetbasierte Coaching der individuelle Charakter des Coachings nicht aufgehoben wird. In dieser Weise ist die Beratung per E-Mail nicht völlig neu, da es das E-Mail-Schreiben auch schon viele Jahre gibt. Demgegenüber ist Coaching via Apps (beispielsweise über Smartphones/Tablets) recht innovativ und neuartig. Wer über ein voll funktionsfähiges Internet verfügt, kann Coaching auch über eine videobasierte Telefonkonferenz (z. B. über „Skype“) in Anspruch nehmen. So bei Jobcoaching Bonn. Auch wenn hier die virtuelle Ebene vorherrscht,  treffen sich Coach und Klient dennoch von Angesicht zu Angesicht. Eine Sonderform der E-Mail-Beratung ist der Chat, bei dem sich beide Parteien schriftlich austauschen und dies quasi in Echtzeit, während sie an ihrem Computer oder Smartphone aktiv sind.

Studienergebnisse zum internetbasierten Coaching

Es liegen zum internetbasierten Coaching auch verwertbare Studienergebnisse vor. So gibt es Untersuchungen von Andersson Rasmussen A. et al. aus dem Jahre 2014. Andersson et al. untersuchten die Wirksamkeit von internetbasierter kognitiver Verhaltenstherapie (IKVT) bei der konventionellen Psychotherapie. Diese Meta Analyse bestehend aus 13 Einzelstudien. Sie kam unter anderem zu dem Ergebnis, dass die internetbasierte Therapie wirkungsvoller war, wenn sie durch E-Mails begleitet wurde. Bei den dort eingesetzten internetbasierten Methoden handelte es sich jedoch im Kern um fertige Module, die individuell durch „Hausaufgaben“ begleitet wurden. Nur hinsichtlich dieser Hausaufgaben kam es zum individuellen Kontakt zwischen Therapeut und Klient. Es zeigte sich insgesamt, dass beide Behandlungsformen, also konventionelle vs. Internetbasierte Therapie, gleichermaßen wirksam sind.

Gastbeitrag von Angelika Freitag, Lebensberatung

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