Krise im Job in der Lebensmitte – Frust, Veränderung und Chancen

Wie können wir mit einer Krise im Job in der Lebensmitte umgehen? Wie kommen wir vom Frust in die Veränderung und wo liegen die Chancen? Mit diesem Thema befasse ich mich in letzter Zeit verstärkt, da immer mehr Menschen zu einem Jobcoaching kommen, um mit mir Wege aus der Krise im Job in der Lebensmitte zu finden. Häufig kommen Menschen zu Jobcoaching Bonn, die vielleicht gerade 40 Jahre alt geworden sind oder andere, die seit einigen Monaten die 50 überschritten haben. Menschen also, die in der Lebensmitte stehen. In früheren Jahrzehnten waren diese Lebensjahre dadurch gekennzeichnet, dass Menschen sehr viel Erfahrung in ihrem privaten und auch im Berufsleben gesammelt hatten. Sie waren gefragte Spezialisten, Insider und irgendwie auch ein bisschen weise. Heute scheint sich die Welt verändert zu haben. Sie dreht sich schneller. Das schafft bei vielen Menschen Frust im Job, führt zu Unzufriedenheit und Krisen. Aber gerade eine Krise bietet zumeist auch eine gute Chance zur Veränderung und zur persönlichen Weiterentwicklung.

Krise im Job in der Lebensmitte – Berufsleben im Wandel

Wie kommt es gerade in der Lebensmitte zu einer Krise im Job? Wissen wird heute schnell alt und fast täglich muss Neues gelernt werden. Die Arbeitsprozesse verdichten sich und die Informationstechnologie entwickelt sich rasant weiter. Das Berufsleben befindet sich im stetigen Wandel. Berufe, bei denen der Stelleninhaber sein gesamtes Berufsleben auf demselben Platz sitzt und die dieselbe Tätigkeit ausübt, gibt es so gut wie überhaupt nicht mehr. Veränderung und Flexibilität sind gefragt. Changemanagement ist heute für keinen Arbeitnehmer ein Fremdwort mehr. Das alte Wissen und leider auch die Berufserfahrung bleiben dabei häufig auf der Strecke. Wertschätzung fehlt.

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So kommt es, dass Menschen in der Lebensmitte auf einmal die Freude an ihrer Arbeit verlieren. Häufig fühlen sie sich aussortiert, abgeschoben und dann ist es bis zur innerlichen Kündigung nicht mehr weit. Eine Krise im Job. Stress bei der Arbeit kann zu vielfältigen körperlichen Beschwerden, Unzufriedenheit oder Streitereien mit dem Arbeitgeber führen. Doch wie mit diesen Krisen im Job, wie mit der persönlichen Unzufriedenheit umgehen? Wie können Sie aus Frust im Job in die Veränderung kommen? Das alles sind zentrale Themen bei meinem Jobcoaching. Es gilt hier zunächst Ihre ganz persönliche Krise zu identifizieren und alle Möglichkeiten und Ressourcen zu finden, um in einen innerlichen Veränderungsprozess zu kommen, den auch ein äußerer folgen wird.

Krise im Job in der Lebensmitte – externe und interne Probleme

Zu Problemen mit dem Job oder auf der Arbeit kann es natürlich überall und zu jeder Zeit kommen. Auch junge Menschen oder Menschen, die kurz vor der Rente stehen, kann es treffen. Doch gefühlt tauchen die meisten Probleme im Arbeitsleben tatsächlich in der Lebensmitte auf. Gründe können bei uns selber oder auch beim Arbeitgeber liegen. Doch ob interne oder externe Probleme, lösen müssen wir sie im Allgemeinen selber. Der Firmenchef muss rationalisieren und trennt sich dabei zunächst am liebsten von den älteren Arbeitnehmern. Die passen möglicherweise nicht mehr in das Leitbild der jungen dynamischen Firma. Vielleicht lassen sie sich auch einfach nicht so leicht umsetzen und neu platzieren, wie das mit Neueinstellungen möglich ist. Ein wenig zynisch? Das kann sein. Und selbstverständlich muss es auch nicht überall so sein. Allerdings berichten mir immer wieder Menschen im Jobcoaching von solchen oder ähnlichen Erfahrungen. Und als Jobcoach treffe ich natürlich auch eher die Menschen, die von Problemen auf der Arbeit berichten.

Doch die Gründe des Jobfrustes in der Lebensmitte sind vielfältig. Sie können auch in uns selber liegen. Sie wachen eines Morgens auf und fühlen sich mit ihrem Leben und insbesondere mit ihrer Arbeit unzufrieden. Dieses Gefühl taucht immer wieder auf und lässt sich auch nicht mehr verdrängen. So geht es vielen Menschen in der Lebensmitte. Sie haben viel erreicht und dennoch sind sie unzufrieden. Sie möchten noch einmal etwas ganz Anderes machen. Träume verwirklichen, aufgeschobene Wünsche verwirklichen oder dem Leben und insbesondere auch dem Arbeitsleben einen neuen Sinn geben.

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Krise im Job in der Lebensmitte – wie kommt es dazu?

Heute hat sich Entwicklungsgeschichtlich für den Menschen viel verändert. Während in früheren Jahrhunderten der Mensch mit 50 Jahren alt war und kaum noch selber nach einem harten Arbeitsleben für sich sorgen konnte, erreichen heute in Mitteleuropa viele Menschen ein sehr hohes Alter. Gründe sind die verbesserte medizinische Grundversorgung, eine bessere Hygiene und natürlich auch unsere Ernährung. So sind die meisten Menschen heute zwischen 40 und 50 tatsächlich in ihrer Lebensmitte. Dennoch gibt es in dieser Phase vielerlei körperliche und psychomentale Veränderungen. Viele Menschen empfinden diese Zeit als eine Art Abwärtstrend. Die Kinder sind aus dem Haus, das Leistungsvermögen lässt physisch und psychisch spürbar in allen Bereichen nach. Häufig kommen familiäre Belastungen, wie das Kümmern um die eigenen älter und vielleicht krank werdenden Eltern hinzu. Es ist auch mehr Zeit vorhanden, sich Gedanken über die wirtschaftliche Sicherheit im Alter zu machen.

Und all das hat auch Auswirkungen auf das Arbeitsleben. Die Karriere stagniert oder findet ein jähes Ende. Oft müssen Menschen vielmehr Energie aufwenden, um ihr Arbeitspensum unter den modernen und härter werdenden Bedingungen zu schaffen. So kommt es bei einigen Menschen leicht zu körperlichen Reaktionen, die von leichter Gereiztheit bis zum Burn Out reichen können. Wer kann, zieht an diesem Punkt die Reißleine. Doch auch beim freiwilligen Ausstieg oder im Rahmen einer Auszeit kommt natürlich die Frage auf: Wie soll es weitergehen? Wie kann ich meinen inneren Frieden wiederfinden? Und zwangsläufig stellt sich damit verbunden auch die große Sinnfrage. Welchen Sinn machen mein Leben und mein Beruf? Welchen Sinn möchte ich ihm in den nächsten Jahrzehnten geben?

Krise im Job in der Lebensmitte – Beruf und Lebenssinn

Vielen Menschen wird in der Lebensmitte mehr und mehr bewusst, dass das Leben nicht endlos ist. Gute Freunde, Bekannte und Nachbarn sterben um uns herum. Und eines Tages, morgen oder vielleicht auch erst in 40 Jahren wird es uns erwischen. Was dann? Werde ich dann mit meinem Leben zufrieden gewesen sein? So taucht auf einmal wieder die alte und wahrscheinlich nie abschließend beantwortete Frage nach dem Sinn des Lebens auf. Jeder von uns möchte seinem Leben irgendeinen Sinn geben. Wie dieser Sinn aussieht, kann von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein. Das hängt damit zusammen, welche Werte wir haben und was wir selber als sinnvoll erachten. Führen wir ein Werte konformes Leben und tun etwas, was unserer Meinung nach sinnvoll ist, erfasst uns eine Art Zufriedenheit mit uns selber. Wir empfinden uns und unser Leben als sinnvoll und befriedigend.

Und da unsere Arbeit einen großen Teil unseres Lebens ausmacht, ist es nicht verwunderlich, dass wir auch mit unserer Arbeit unserem Leben gerne einen Sinn geben möchten. Ein liebevoller Umgang mit sich selber und auch mit anderen Personen sowie eine positive Einstellung zum Leben sind Grundvoraussetzungen, um Sinn zu erfahren. Wenn ich mich und mein Leben liebe, hat mein Leben einen Sinn. Wenn ich Lebenssinn habe, dann kann ich auch neue Ziele ansteuern, die zu einer Verbesserung der derzeitigen beruflichen Situation führen. Ein Werte konformes Leben und Wege aus der Krise – daran arbeiten wir auch gemeinsam bei meinem Jobcoaching.

Krise im Job in der Lebensmitte – weniger müssen und mehr wollen

Das Überraschende ist, dass wir häufig einfacher aus einer Krise in der Lebensmitte hinauskommen können als sich zunächst vermuten ließe. Ein guter Coach kann an dieser Stelle zusammen mit Ihrer Eigenarbeit viel bewirken. So kommen wir in meinem Coaching immer wieder auf das Thema „müssen und wollen“. Wir alle meinen, dass wir den ganzen Tag ganz viel müssen. Bei einigen Menschen sind die „to do Listen“ mittlerweile so gefüllt, dass der Tag 48 Stunden haben müsste, um sie alle abzuarbeiten. Natürlich gibt es Dinge, die getan werden müssen. Wer ein kleines Kind zu Hause hat, der muss es versorgen. Wer reisen möchte, benötigt einen Reisepass und wer als Unternehmer arbeiten möchte, der muss ein Unternehmen gründen. Doch wenn wir unsere Tage einmal daraufhin untersuchen, was wir alles meinen zu müssen, sollte die Frage erlaubt sein: „Muss das wirklich sein?“. Aus welchem Grund meine ich all das machen zu müssen?

Im Jobcoaching wählen wir zumeist einen sehr weiten Ansatz und fragen nicht, was ich muss, sondern was ich möchte. Was wollte ich schon immer? Was macht mir wirklich Freude? Was kann ich den ganzen Tag tun, ohne dass es mir leid wird. Wo leuchten meine Augen? Natürlich ist dies nur der Anfang zur Sinn- und Lebensfindung im beruflichen Bereich. Wir denken weit und entwickeln dann neue Perspektiven und Alternativen, bei denen das Wollen und das Möchten im Vordergrund stehen und nicht das Müssen. Und plötzlich scheint auch das Alter gar nicht mehr die große Rolle zu spielen. Mich wohlfühlen und mit mir und der Welt zufrieden zu sein, kann ich nämlich in jedem Alter.

Krise im Job in der Lebensmitte – bleiben oder gehen?

Bei einer Krise im Job in der Lebensmitte stellt sich in einer Art Kurzzeitperspektive oft die Frage: Soll ich gehen oder mich doch irgendwie arrangieren? Sind wir in Gedanken bei der ersten Möglichkeit, wird sofort Angst aufkommen. Angst vor den Konsequenzen. Angst vor möglichen wirtschaftlichen negativen Folgen. Angst vor der Ungewissheit. Die Angst ist bei jedem von uns anders. Doch die gute Nachricht ist: Die Angst ist vollkommen normal und auch lebensnotwendig. Und dennoch fällt vielen Menschen gerade die erste Möglichkeit bereits gedanklich schwer. An ein Umsetzen kaum zu denken. Und auch das ist vollkommen verständlich.

Mit der überraschenden Beendigung eines Arbeitsverhältnisses oder der täglichen Routine stellen sich natürlich in vielen Fällen in erster Linie monetäre Fragen. Wie kann es weitergehen? Wo finde ich möglichst schnell neue Arbeit? Wer wird mich in diesem Alter noch nehmen? Wovon soll ich meine Familie ernähren oder mein Haus abbezahlen? Das sind existenzielle Fragen, die einer Antwort bedürfen. Im Jobcoaching können wir all diese Fragen systematisch klären. Oft ist es notwendig, zunächst einmal eine gute gedankliche Basis zu schaffen. Was ist wirklich notwendig? Wieviel Geld brauchen Sie wirklich um zufrieden und glücklich zu leben? Und Lösungen gibt es immer. Manchmal sind das auch Lösungen, die ein wenig abseits von den normalen Wegen liegen. Die Lösung muss individuell zu dem einzelnen Menschen passen. Denn Sie sollen sich zufrieden in Ihrer Arbeitsumgebung fühlen.

Doch auch für den, der sich zum Bleiben entschließt, gibt es gute Möglichkeiten zur Veränderung. Häufig sind Probleme mit dem Chef und den Kollegen Kommunikationsprobleme, die sich in einem Jobcoaching aufdecken und lösen lassen. Eine einseitige Schuld gibt es kaum und auch die Entdeckung des Eigenanteils ist zur Problemlösung notwendig. Zumeist bringt allein ein neuer Betrachtungswinkel oder eine neue Sichtweise auch eine geänderte Umgebung mit sich.

Krise im Job in der Lebensmitte – Veränderung als Chance

Führt die Krise im Job in der Lebensmitte jedoch zur Beendigung der Arbeit werden Sie – sofern die Krise unvermittelt kam – sicher erst einmal in ein tiefes Loch fallen. Auch Trauer und Abschied mit dem damit verbundenen Schmerz ist wichtig. Doch letztlich kann selbst ein schmerzhafter Abschied vom alt vertrautem Arbeitsplatz eine Chance sein. Eine gute Chance auf einen vollkommenen Neuanfang. Denn wie heißt es so schön: Jedem Ende wohnt zugleich ein neuer Anfang inne. Und wer in einem Ende die neuen Möglichkeiten, die Chancen erkennt, kann sich auch in der Lebensmitte noch einmal vollkommen neu erfinden. Er kann sein Umfeld neu bestimmen und sich beruflich verbessern. Mit Verbessern meine ich keinen weiteren Aufstieg oder ein größeres Salär – obwohl auch das nie ausgeschlossen ist.

Nein, ich treffe tatsächlich mehr und mehr auf Menschen, die die Lebensmitte nutzen, um von sich aus mit dem alten Arbeitsplatz abzuschließen. Sie gehen freiwillig. Sie möchten noch einmal etwas ganz Neues starten. Sie möchten ihre Träume verwirklichen und manchmal ihrem Leben einen neuen Sinn geben. Doch auch die Gruppe derer, die gehen müssen, kann in der vermeintlichen Niederlage womöglich Chancen erkennen und wahrnehmen. Plötzlich ergeben sich überraschende Lebenswendungen. Voraussetzung ist allerdings, dass derjenige sich selber von sich aus verändern und mit guten Gefühlen einen Neustart wagen möchte.

Krise im Job in der Lebensmitte – Neuanfang durch Grundrevision

Bei einer Krise im Job in der Lebensmitte bietet sich ein Neuanfang zunächst durch eine gedankliche Grundrevision an. Wenn wir diese im Jobcoaching durchlaufen, tauchen vollkommen neue Ideen und damit verbunden auch viele neue Fragen auf. Lassen sich meine Vorstellungen tatsächlich noch mit 50 verwirklichen? Das ist eine der häufigsten Fragen. Und auf all diese Fragen finden wir gemeinsam im Jobcoaching eine Antwort. Die gewohnten Lebenskonzepte, Muster und Glaubenssätze, die Sie bis zum heutigen Tag geleitet haben, gilt es zu erkennen und zu überprüfen. Was davon können Sie noch gebrauchen? Was ist überholt? Was kann Sie weiterbringen? Was sind Ihre Ressourcen?

Möglicherweise finden Sie gute Lösungen, um zufriedener in ihrer bisherigen Arbeitsstelle zurecht zu kommen. Doch wenn Sie sich dort absolut geistig und körperlich auspowern und der Gefahr extremer Unzufriedenheit und Krankheit aussetzen, dann sollten Sie daran denken, die Vergangenheit aufzuarbeiten, um kraftvoll und zuversichtlich in die Zukunft starten zu können.

 

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